Mitglieder Traumreise Thailand 2004

 
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Mittwoch, 08. Februar 2012

coop-Mitglieder-Traumreise 2004

Thailand - »Geheimnisvolles Siam«

Ein Reisebericht von Susanne Manstein.

Im September diesen Jahres war es endlich soweit. Unser diesjähriger Urlaub stand bevor. Wie jedes Jahr haben wir uns auch dieses mal »auf die schönste Zeit des Jahres« gefreut. Aber trotzdem war etwas anders als sonst. Zum ersten Mal kamen bei mir Zweifel auf, ob wir denn auch das Richtige gebucht hätten. Wir hatten uns nämlich dazu entschlossen, eine 15-tägige Rundreise durch Nord-Thailand zu buchen.

Thailand kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen oder durch Berichte in Illustrierten. Ich war neugierig, hautnah etwas über diese fremde Kultur zu erfahren, hatte aber gleichzeitig (wie auch viele andere Reiseteilnehmer, die ebenfalls zum ersten Mal in Thailand waren) Zweifel und Ängste, was uns wohl alles erwarten würde: 

Wird so eine Rundreise bei 35 Grad nicht zu anstrengend sein? Wie soll man sich in diesem Land zurecht finden? Man kann kein Wort lesen und versteht die Sprache nicht! Ob man wohl Kontakt zu den anderen Reiseteilnehmern bekommt? Ob wir einen vernünftigen Reiseleiter haben werden, der die Tour interessant gestalten wird? Wie werden die Hotels sein? Ob es wohl viel Ungeziefer/Mücken gibt? Ob es viel Kriminalität gibt und man immer auf sein Portemonnaie aufpassen muss? Was werden wir zu Essen bekommen? Fragen über Fragen!

Nachdem wir dann endlich in Bangkok angekommen waren und für die ersten beiden Nächte unser schönes Hotel, direkt am Chao Phraya Fluss bezogen hatten, da wusste ich, nun gibt es wirklich kein zurück mehr.

Schon während des nächsten Tages wurde mir klar, dass meine Zweifel in Deutschland alle unberechtigt waren. Von der Ankunft in Bangkok bis zum Abflug haben wir einen Super-Urlaub erlebt, den wir nicht so schnell vergessen werden. Wir besichtigten prachtvolle goldene Tempelanlagen mit sitzenden und liegenden Buddhas, fuhren mit dem »sky-Bus« durch wunderschöne Landschaften und haben unzählige Reis-, Ananas- und auch Teakholzplantagen gesehen. Wir besuchten einen Blumen- und Gemüsegroßhandel und wurden bei einer Klongfahrt mit köstlichen exotischen Früchten verwöhnt.

Wir fuhren Tuk-Tuk mit Polizei-Eskorte, ritten auf Elefanten und nahmen an einer Floßfahrt teil. In heißen Quellen wurden Eier gekocht. Ein Folkloreabend endete mit einem coop-Feuerwerk. Wir tranken Mai-Tai, Tiger-Schnaps und Mekong-Whisky. Für die Mutigen unter den Reiseteilnehmern gab es auf dem sog. »Dschungelmarkt« auch gebratene Heuschrecken, Seidenraupen-Maden, u.v.m zum Probieren. Ich habe dankend abgelehnt, war aber erstaunt, wie viele aus unserer Reisegruppe (übrigens: eine wirklich nette bunt gemischte Gruppe, von jung bis alt, Ehepaare, Freunde, Singles, Alleinreisende, Berufstätige und Rentner, es war alles vertreten) auf diese Speisen neugierig waren und sie tatsächlich auch probiert haben. Alle waren sich einig: sehr lecker - wie Kartoffelchips. Ich habe mir dann doch lieber beim regulären Mittagsbuffet oder auch noch am Abend den Bauch voll geschlagen.

Natürlich gibt es zu jedem Gericht Reis satt und dann Hähnchen, Schweine- oder Rindfleisch, klein geschnitten und mit köstlichem Gemüse angerichtet. Gebratene Nudeln - einfach lecker! Es gab aber auch Fisch oder die auch bei uns bekannten Frühlingsrollen. Vom Essen war ich so begeistert, dass ich mich entschlossen habe, mir zu Hause einen Wok anzuschaffen.

Auf unserer Reise haben wir auch ein Bergvolk besucht, das in ganz einfachen Hütten wohnt und dort zufrieden lebt. Für uns Europäer ist es unvorstellbar, so zu leben, aber wenn man in die zufriedenen Gesichter guckt, dann wird man doch nachdenklich. Einen Tag konnten wir auch Thailändern, die im Kunsthandwerk arbeiten, über die Schulter gucken und deren Fingerfertigkeiten bewundern. 

Besonders beeindruckend waren für mich die Frauen und Männer, die Teakholz mit ihren Schnitzereien verschönerten, und die Frauen, die ohne Schablonen wunderschöne Bilder auf Schirme malten.

Ich könnte noch so vieles von dieser tollen Reise berichten, z. B. dass man für uns einen 2-stündigen Massage-/Akkupressur-Termin für umgerechnet 10,- Euro organisierte, wonach wir uns alle 10 Jahre jünger fühlten, von unserer Stippvisite in Laos am »Goldenen Dreieck«, von vielen bunten Eindrücken und Erlebnissen auf thailändischen Nachtmärkten, von der »Verlust-/ Gewinn«-Philosophie unseres Reiseleiters, vom Essen an der Garküche, vom Besuch einer Orchideen-Farm und eines Affentempels, vom Shoppen und vom Faulenzen am Strand, und … und … und … Aber ich will natürlich nicht alles verraten - schließlich sollen auch Sie noch gespannt sein, wenn Sie Ihre erste Reise nach Thailand antreten.

Ich möchte aber abschließend unbedingt noch erwähnen, dass wir einen ganz tollen thailändischen Reiseleiter hatten, der uns so viel Wissenswertes über sein Land erzählen konnte und uns die Unterschiede bzw. Parallelen zu Deutschland immer wieder aufgezeigt hat. Mit ihm war es keine Minute langweilig. Er hat es immer wieder verstanden, uns zu motivieren, morgens sehr früh aufzustehen und abends auch mal alleine etwas zu unternehmen.

Er war für uns rund um die Uhr da, hat uns Kleingeld und Briefmarken besorgt, uns mit einheimischen Leckereien verwöhnt und durch seine lustige Art immer wieder zum Lachen gebracht. Besonders die älteren Damen (die älteste Teilnehmerin war 85!) haben ihn in ihr Herz geschlossen. Er hat uns aber auch zum Nachdenken gebracht, wenn er über seine Erfahrungen als junger Mönch oder von der Lehre Buddhas erzählte. Er gab Weisheiten an uns weiter, über die ich auch heute noch viel nachdenke. 

Die Reise war von KARSTADT Reisen/Special-Tours perfekt organisiert: So mussten wir nicht einmal unsere Koffer tragen. Bei jeder Ankunft in einem Hotel - und alle Hotels waren übrigens einwandfrei, auch wenn man mal einen Gecko im Zimmer antraf, der vom Hotelpersonal lächelnd (lacht der jetzt über mich?) eingefangen wurde - brachte man sofort unsere Koffer aufs Zimmer und morgens auch wieder zum Bus.

Auf unserer Rundreise begleitete uns auch ein Busjunge, der uns nach jeder Besichtigung mit gekühlten Erfrischungstüchern erwartete und uns täglich mit kalten Getränken während der Fahrt versorgte. Leider konnten wir uns nicht recht verständigen, da er kein Deutsch sprach. Dafür hatte er aber immer ein strahlendes Lächeln auf den Lippen – und ein Lächeln sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte.

Wenn Sie jetzt von mir wissen wollen, ob wir noch einmal nach Thailand fahren würden: Auf jeden Fall! Und ich freue mich schon riesig auf das nächste Mal.