coop-Mitgliederreise November 2005
»Peking«

Ein Reisebericht von Uschi und Lothar Franz
Peking war nicht nur über 500 Jahre Residenz des Kaisers und politisches Machtzentrum Chinas – es vereint auch unzählige Schätze und Bauwerke, die die chinesische Hochkultur greifbar machen. Diese Erfahrung haben auch das Ehepaar Uschi und Lothar Franz machen können, die bei der coop-Mitgliederreise »Peking« mit an Bord waren. Hier ihr Erfahrungsbericht.

Nun stehen wir hier, mitten auf der Mauer und lassen unseren Blick über eines der gigantischsten Bauwerke der Menschheit streifen, ein sehr bewegender Augenblick. Noch während unserer Schulzeit haben wir Geographiearbeiten über das Reich der Mitte und die große Mauer geschrieben. Diese Ziele waren so fern wie die Sterne.

Peking – die Hauptstadt von China, ca. 14 Mio. Einwohner, ca. 10 Mio. Fahrräder und ca. 8 Mio. Fahrzeuge – für uns gigantische Zahlen. Ein Land, eine Stadt im Aufbruch. Mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 8 und 10 % wächst eine neue Wirtschaftsmacht heran. Trotzdem – man darf die Augen nicht verschließen.
Peking ist eine Stadt von Alt und Neu, von Arm und Reich und war für uns interessant und anstrengend zugleich.
Ziel für uns war nicht nur das moderne Peking und die damit verbundene Veränderung im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008, sondern das alte Peking mit seinen Tempeln, Pagoden, Palästen und das kulturelle Leben.
Ein gutes Hotel und ein gutes Frühstück waren jeden Tag der Start für die Ausflüge an die verschiedensten Stellen dieser großen Stadt. Der Spaziergang zum Sommerpalast, die Fahrt zum Platz des Himmlischen Friedens mit dem Mao-Mausoleum, der Spaziergang in der »Verbotenen Stadt«, dem ehemaligen Kaiserpalast.
Die Besichtigung des Himmelstempels, die große Mauer oder die kaiserlichen Minggräber mit dem »Weg der Seelen«, dazu der »Liegende Buddha« und der Lamatempel sind nur einige von den unzähligen Sehenswürdigkeiten. Sie wurden uns auf charmante Weise, politisch und witzig, durch unseren Reiseführer Pon – wir »Langnasen« durften ihn Klaus nennen – vermittelt.

Auch die zusätzlichen Ausflüge waren sehr lohnenswert, vor allem die Abendveranstaltungen.
Dazu gehörte eine Akrobatikvorstellung und eine hervorragende Kung Fu-Show der Shaolin-Mönche.
Besonders erwähnenswert war ein abendlicher Gang vorbei an »Fressbuden« mit exotischen Angeboten wie Schlange oder Schlangenhaut, Seestern, Seepferdchen oder Skorpion, Heuschrecken oder Seidenraupenmaden am Stock frittiert, wobei Letztere wie trockene Watte schmecken.
Erst in den letzten Tagen wurde uns bewusst: Fahrradwege sind so breit wie unsere Straßen, der Straßenverkehr läuft völlig normal aufgrund von absoluter Rücksichtnahme, die Stadt ist sauber und die Menschen sind freundlich.
Abschließend können wir nur jedem empfehlen, bei der nächsten Reise der coop unbedingt dabei zu sein. Die Organisation war fabelhaft und das gesamte Begleitprogramm einfach faszinierend. Mit der coop zu reisen, lohnt in jeder Beziehung.
Uschi und Lothar Franz
















